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DSL für Bad Oldesloe

badonet.de

Übersicht Zugangsarten  
eine kurze übersicht über mögliche internet-zugangsarten und warum wir nicht zumindest eine ISDN-flat bekommen

ISDN / Modem
Dies wird wohl der Zugang sein, den die meisten Oldesloer benutzen. Dass dieser Zugang nicht besonders schnell ist, ist die eine Sache, aber ärgerlicher sind vor allem die Kosten. Die Provider rechnen grundsätzlich per Zeittakt ab. Dies liegt daran, dass die Telekom keine Großhandelsflatrate auf dem Markt anbietet und daher auch selbst keinen Pauschal-Tarif im Angebot hat.
Andere Anbieter wie Versatel bieten zwar eine ISDN-Flatrate an, aber leider können wir auch davon nicht profitieren. Der Grund: Glasfaser. Die Telekom verlangt von alternativen Netzbetreibern eine unverhältnismäßig hohe Miete für den Glasfaser-Anschluss, so dass es sich für andere Anbieter nicht rechnet, einen Glasfaser-Kunden anzuschließen. KomTel verlangte damals z.B. einen Mindestumsatz von ungefähr 150 EUR nur für Telefongespräche. Die Telekom begründet ihre hohe Leitungsmiete mit den höheren Kosten für Technik etc. gegenüber Kupferanschlüssen. Die Telekom selbst unterscheidet bei ihren Kunden nicht. Hier wird also quer-subventioniert. Warum die RegTP nicht einschreitet, ist mir ein Rätsel.


Powerlan
Übertragung der Daten über das Stromnetz.

Es gab einige Pilotprojekte in Deutschland, die leider alle im Ergebnis nicht erfolgreich waren. Eine zeitlang war die Zuversicht groß, einen Zugang über die Stromleitung anbieten zu können. Die Technik dafür ist für einen Endkundeneinsatz marktreif, aber es gab laut Berichten doch zu viele Probleme mit schlechten Datenraten, aufgrund von häufig aufkommenden Störungen im Stromnetz durch angeschlossene Verbraucher.


Internet über TV-Kabel
Auch auf die Übertragung der Daten über das TV-Kabelnetz wurden große Stücke gesetzt. Mittlerweile gibt es sogar einige Regionen in Deutschland, in denen dieser Zugang erfolgreich angeboten wird (Paradebeispiel ist Wilhem-TEL in Norderstedt).

Leider ist das Kabelnetz in Deutschland zu großen Teilen nicht Rückkanaltauglich (es ist möglich Daten zu empfangen, jedoch nicht zu senden). Die Kabelnetzbetreiber scheuen sich vor den Kosten, um das Netz aufzurüsten. Aber wer die Tageszeitung verfolgt, weiß, dass in diesem Markt noch immer Bewegung ist. Hier kann sich also vielleicht noch etwas tun.
 


Da wir keine weiteren kabelgebundene Leitungen zu unserem Haus haben, bleibt als letzte Möglichkeit nur noch die Luft.

Internet via Satellit
Mit einer digitaltauglichen Schüssel (der LNB ist entscheidend) und einem entsprechenden DVB-S Endgerät (dies kann z.B. eine PC-Karte oder ein StandAlone-Digitalreceiver sein) ist es möglich Daten von einem Satelliten zu empfangen. Auf diesem Markt gibt es diverse Anbieter, z.B. die Telekom, die ihr Angebot immer gerne uns Oldesloern als alternative zu DSL anbieten möchte. Was die Übertragungsraten anbelangt, kann das Internet via Satellit bei entsprechenden Tarifen auch durchaus bzgl. der Datenraten mithalten. Das Problem sind u.A. die Kosten. Da man dem Provider ja irgendwie mitteilen muss, welche Daten man eigentlich Empfangen möchte (z.B. durch Eingabe einer Adresse im Browser), benötigt man noch zusätzlich eine Datenverbindung via ISDN oder Modem zum Provider. Da es keine Schmalband-Flatrates gibt, entstehen hier also u.U. hohe Verbindungskosten. Es gibt von Strato (Sky-DSL) ein Angebot, bei dem die Verbindung nur für die Dauer der Anfrage und Übertragung aufgebaut wird und sekundengenau abgerechnet wird, aber nach eigener Erfahrung funktioniert dies eher träge. Für größere Downloads ist auch dieses System zu teuer.
Interessanter sind da schon eher die bidirektionalen Sat-Zugänge z.B. von SatLynx, die in Europa von Tiscali vertrieben werden. Bei dieser Variante werden die Daten ins Internet über eine sendefähige Schüssel zum Satelliten übertragen. Die Investitionskosten sind hoch, aber hier ist es zumindest möglich, eine Flatrate zu erhalten. Ich habe diesen Dienst selbst zwei Jahre lang genutzt. Die Kosten stehen aber nicht im Verhältnis zur Leistung. Der Zugang ist bedingt durch die langen Laufzeiten des Signals einfach sehr träge.


W-LAN
Wireless-LAN

Da dies keine Technik-Seite ist, fasse ich einfach mal alle Funk-basierten Zugänge unter WLAN zusammen. Natürlich gibt es verschiedene Techniken. Und gerade dieser Markt ist z.Zt. stark in Bewegung.

Die Abkürzung WLAN steht für Wireless LAN, also ein kabelloses Netzwerk.
Mittlerweile ist diese Übertragungsart weit verbreitet und jeder hat sicher in dem Zusammenhang schon mal den Begriff Hotspot gehört. Hotspots sind Internet-Access-Points, an denen man sich mit einem Endgerät (z.B. PDA oder Notebook), das WLAN-fähig ist, anmelden kann und dann kabellos Zugriff auf das Internet (oder andere Netze, zum Beispiel das Intranet in einer Firma) hat.
Das Standard-WLAN hat leider keine allzu große Reichweite. Ein guter Hotspot kann vielleicht einen Umkreis von einen Kilometer bedienen, wobei die Übertragungsgeschwindigkeit bei schlechterer Verbindung abnimmt.
Mit ein wenig Bastelei kann man die Reichweite aber erhöhen. Mittlerweile gibt es auch neue Funkstandards, die eine weitere Strecke überbrücken können.

Ein Bürgernetz über WLAN kann ein Ziel für uns Oldesloer sein.