Wie bereits im Stormarner Tageblatt berichtet wurde, hatten wir letzte Woche ein Gespräch mit einem Funkanbieter. Uns
wurde die verwendete Technik vorgestellt sowie der Ablauf der möglichen
Realisierung des W-DSL-Netzes in Bad Oldesloe erläutert.
Ein
paar Infos: Die Funktechnik nutzt für die großflächige Verteilung den
freien 5,4 GHz Bereich, der private Endkunde erhält dann den Zugang ins
Internet über 2,4 GHz WLAN-Verteilung. Durch Verschlüsselung über
eigene Software im Funkempfänger ist die Funkverbindung sehr sicher;
daher ist aber auch eine Nutzung herkömmlicher WLAN-Access-Points nicht
möglich. Mehr möchte ich über die Technik noch nicht sagen, da der Anbieter während der Projektplanung im Hintergrund bleiben möchte.
In
den nächsten vier Wochen wird sich der Anbieter genauer mit Oldesloe
beschäftigen (Genehmigung durch die Gemeinde, Backbone,
Antennen-Standorte, Netzplanung, etc.). Nach der Prüfung gibt es dann
das Go oder No-Go. Wenn sich der Anbieter für den Aufbau in Oldesloe
entscheidet, wird es eine Informationsveranstaltung geben, auf der
Technik, Tarife usw. vorgestellt werden. Sofern es mit den
Antennen-Standorten keine Probleme gibt, wird der Aufbau dann
kurzfristig gestartet, so dass die ersten W-DSL-User bereits im Sommer
ans Netz können. Aber bitte nicht zu früh freuen, denn noch stehen wir
in Konkurrenz mit anderen Standorten im Norden.
Anfang April findet das Treffen mit einem weiteren Funkanbieter statt. Wir sind gespannt, was dieser Bad Oldesloe anbieten kann.
Nächste Woche wird im Rahmen eines Gespräches mit dem Bürgermeister und der Telekom die Unterschriftenliste der DSL-Interessenten an die Telekom übergeben.
Wir hoffen natürlich weiterhin, dass die T-Com das Glasfaser-Netz
ausbauen wird. Mit den Funkanbietern und den fast 1.000 Unterschriften
haben wir m.E. ein kleines Druckmittel: Voice-over-IP, also das
Telefonieren über das Internet, findet immer mehr Verbreitung. Die
ersten Anbieter können nun auch die lokale Rufnummer übernehmen. Durch
neue Geräte ist das Telefonieren auch ohne PC mit den bereits
vorhandenen Telefonen möglich. Man stelle sich nun einmal vor, der
Funkanbieter würde auch VoIP bewerben … die Telekom würde eine wichtige
Einnahmequelle verlieren: Die Grundgebühr des Telefonanschlusses; denn
ein Anschluss bei der T-Com ist dann nicht mehr notwendig.
Wir sind gespannt auf die nächsten Wochen :-) …
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