Heute wurde im Rahmen eines Gespräches mit der Stadtverwaltung
(Bürgermeister Herr von Bary sowie ein weiterer Vertreter der Stadt)
und einem zuständigen Mitarbeiter der Telekom die Unterschriftenliste
übergeben [ das Anschreiben ]. Da die Telekom aufgrund der
Anfragen von der Stadtverwaltung sowie unserer Initiative bereits im
Vorfeld das Anliegen überprüfen konnte, wurde die Liste quasi mit
symbolischem Charakter übergeben. Uns wurde zugesagt, dass die Daten in
die interne Interessenten-Datenbank der Telekom aufgenommen werden. Den Tenor des Gespräches kann man kurz zusammenfassen: Kein DSL von der T-Com im Glasfaser-Gebiet von Bad Oldesloe.
Leider
wurden auch keine Lösungsmöglichkeiten, wie im Vorfeld aus Kiel
angekündigt, aufgezeigt. Die Aussage war, dass es zurzeit keine
Möglichkeit gibt, die Glasfaserbereiche mit DSL zu versorgen. Erst wenn
die Pilotbetriebe erfolgreich abgeschlossen sind, kann die neue Technik
angewendet werden. Eine Zeitschiene konnte nicht genannt werden, so
dass man, meiner Einschätzung nach, davon ausgehen kann, dass es noch 1
– 2 Jahre dauern wird, bevor die Telekom die neue Technik marktreif
erklärt. Uns wurde zwar gesagt, dass, wenn es denn mal soweit ist, Bad
Oldesloe oben auf der Liste steht. Allerdings reichen dann unsere 1.001
Unterschriften nicht aus. Mindestens die doppelte Anzahl an
verbindlichen Bestellungen ist notwendig, damit sich die Sache für die
T-Com wirtschaftlich lohnt.
Weitere Antworten auf unsere technischen Fragen: - Thema Glasfaser:
Das Gerücht, dass die neue Überbau-Technik nur für Siemens-Glasfaser
erprobt wird, wurde uns nicht bestätigt. Parallel laufen ebenfalls
Tests mit der ECI-Technik, die in Oldesloe eingesetzt wird. - Alte Kupferleitung:
Auch diese Idee von euch haben wir weiter getragen. Eine Reaktivierung
der alten Leitungen, die noch in der Erde liegen, sei bei uns
wirtschaftlich nicht machbar. Zudem wäre dies keine Lösung für die
Neubaugebiete, da dort nur Glasfaser verbaut wurde bzw. wird.
Was
mir gefallen hat: Der Telekom-Vertreter war freundlich, aber direkt.
Kein langes Gerede um den heißen Brei, kein Schön-Reden von
DSL-via-SAT. Es wurden m.E. ehrlich die Fakten auf den Tisch gelegt
(z.B. war es dem Telekom-Mitarbeiter klar und plausibel aus eigener
Erfahrung, dass es vielen Privatanwendern einfach um die Flatrate geht;
es wurde darauf hingewiesen, dass die T-Com gesetzlich zur
DSL-Versorgung nicht verpflichtet ist).
Was mir mißfiel: Die Absage. Wir haben aufgrund der
Informationen der letzten Wochen zwar mit keinem anderen Ergebnis
gerechnet, aber ein wenig Hoffnung war dennoch vorhanden. Nun haben wir zumindest Gewissheit. Diese Tatsache
schafft eine gewisse Investitionssicherheit für andere Anbieter mit
einer alternativen Lösung: W-DSL.
Für
unbestimmte Zeit weiter auf die Telekom warten oder dann doch lieber
Funk? Unsere Antwort lautet eindeutig: DSL via Funk (W-DSL).
Für
einige mag das aus diversen Gründen keine Lösung sein; aber für viele
stellt dies eine akzeptable Alternative dar, um endlich einen
bezahlbaren Breitbandzugang zu erhalten.
Nach der Absage von der
Telekom habe ich mit zwei Anbietern telefoniert um die Info
weiterzugeben und mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen: Die
Planungen kommen voran. Ich hoffe sehr, dass ich bald genauere und
interessante Infos zum Stand der Planungen weitergeben kann. In der
Zwischenzeit werden wir nun die Funk-Anbieter, die Interesse
signalisiert haben, genauer unter die Lupe nehmen und haben bereits
Kontakt zu anderen Initiativen aufgenommen, bei denen ebenfalls W-DSL
das Ergebnis war. Sobald wir tiefer in die Materie eingestiegen sind,
werden wir versuchen, die etwas komplexere Thematik W-DSL auf der
Homepage verständlich zu erörtern.
Fazit:
Die Absage der Telekom ist eine Chance für Bad Oldesloe, ein modernes
und vielseitiges Telekommunikationsnetz auf Funk-Basis zu erhalten
(nicht nur für Internet).
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